Der Spirale im Prozess folgen

Die sogenannte „Landkarte“ der Arbeit ist die Spirale

Dankbarkeit. Wir beginnen auf der Spirale mit der Dankbarkeit. Wofür spüre ich Dankbarkeit in meinem Herzen? Das Schöne ist, dass Dankbarkeit nicht von äußeren Faktoren abhängt. Immer wenn ich mich daran erinnere, kann ich mich ihr zuwenden. Sie erdet mich und ist eine Basis, die Wurzeln, um mich für starke Gefühle zu öffnen.

Den Schmerz in der Welt würdigen. Hier richten wir unsere Aufmerksamkeit auf unsere inneren Reaktionen, wenn wir uns der Zerstörung und dem Leid unserer Mitwelt zuwenden. Schmerz, Wut, Angst oder Trauer können aufsteigen. Diese starken Gefühle sind gesund und ein Zeichen unserer Offenheit dem Leben gegenüber.
Unser Schmerz ist nur zum Teil individuell, der weitaus größere Teil ist kollektiv. Da wir im Netz des Lebens mit Allem in Verbindung stehen, sind wir in der Lage, den Schmerz, die Wut, die Angst und die Trauer zu spüren, die dem Lebendigen egal wo widerfährt: Wir müssen uns „nur“ dafür öffnen.

Der Spirale im Prozess folgen

Diese schöne Darstellung unserer Prozessarbeit als Löwenzahn hat Dori Midnight kreiert. (wir haben nur die deutschen Namen verwandt)

Tiefe Zeit. Diesen Punkt platziere ich zwischen dem Schmerz in der Welt und mit neuen Augen sehen. Es geht darum, uns für die größeren Zeitabläufe zu öffnen, in denen unser gegenwärtiges Leben steht und die es erst ermöglichen. So viel menschliches und mehr-als-menschliches Leben existierte vor uns auf der Erde, dafür können wir unseren Geist weiten – und auch für zukünftiges Leben, welches nach uns die Erde bewohnen wird. Das kann zu einer erweiternden Perspektive unseres Bewusstseins führen. Mit den Gaben der Ahn*innen für zukünftige Generationen zu handeln lässt uns weit über unser individuelles Leben hinaus unsere Welt mit kreieren und unterstützt uns, in der Zeit wieder heimisch zu werden.

Mit neuen Augen sehen. Wir sagen auch „Standortwechsel“ zu diesem Punkt. Denn wenn ich mich in das sogenannte „andere“ Lebendige hineinversetze, erweitert sich mein Empfinden im Jetzt. Indem ich erlebe, dass ich nicht zerbreche, wenn ich Verbundenheit und damit auch starke Gefühle zulasse und nicht verdränge, entstehen in mir Stärke und Mut. Das kann zu einem Wandel in meinem Bewusstsein führen, zu einer neuen Sichtweise auf das Leben.

Weiter gehen und handeln. Daraus kann der nächste Schritt folgen: Es bleibt nicht beim Spüren, nicht bei der Erkenntnis, sondern führt zum weiter gehen und handeln. Einem Handeln, das aus einer Einheits- und Verbundenheitserfahrung mit allem Lebendigen entspringt, einem mitfühlenden Herzen und einem klaren Geist, der die wechselseitige Abhängigkeit allen Lebens und aller Phänomene erkennt.

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