Gemeinschaft
„Der nächste Buddha wird nicht in Form eines Individuums erscheinen. Der nächste Buddha könnte die Form einer Gemeinschaft annehmen, einer Gemeinschaft, welche Mitgefühl und liebevolle Zuwendung übt, einer Gemeinschaft, welche ein achtsames Leben übt. Dies könnte unser wichtigster Beitrag sein für das Überleben der Erde.“
Thich Nhat Hanh
Unsere Verantwortung als Menschen
Ich habe weniger Bedenken um das Überleben unseres Planeten Erde als um das (Über-)leben der Menschen, Tieren und Pflanzen auf unserer schönen Erde. Schon im Jahre 2006 schreiben die Vereinten Nationen über die Lage der biologischen Vielfalt in ihrem „Global Biodiversity Outlook“ Bericht: „Tatsächlich sind wir derzeit für das sechste große Massenaussterben in der Erdgeschichte verantwortlich und zwar das größte seit dem Verschwinden der Dinosaurier vor 66 Millionen Jahren.“
Die Kraft des gemeinschaftlichen Lebens
Für mich liegt ein ganz entscheidender Weg im gemeinschaftlichen Leben. Damit sind für mich nicht nur die Gemeinschaften und Ökodorfer gemeint, die sich entschieden haben räumlich zusammen zu leben und/oder zu arbeiten, sondern das Entscheidende ist die innere Haltung. Wie ist meine Beziehung zu den Menschen, den Tieren, den Pflanzen in meiner Umgebung – in meiner Mitwelt? Wie gehe ich mit den Ressourcen unserer Erde um? Wie ist mein Konsumverhalten? …
Also wie bewusst und achtsam lebe ich auf unserem Planten.
Innere Haltung und bewusstes Leben: Das Zitat von Albert Schweitzer: „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“ fasst zusammen, dass in uns die Weisheit lebt, wie wir uns auf eine friedvolle, mitfühlende, liebende Art und Weise im Netz des Lebens beheimaten können. Es geht darum, in Kooperation statt in Konkurrenz zu leben, Konflikte nicht als Gefahr, sondern als Wachstumschance zu sehen und Offenheit und Vielfalt als Bereicherung zu empfinden.
Praktische Umsetzung im Alltag
Selbstwahrnehmung und Kommunikation: Im täglichen Leben sind Achtsamkeit und bewusste Kommunikation nicht selbstverständlich. Sie erfordern Übung, beginnen mit Selbstwahrnehmung, erweitert auf Beziehungen, innerhalb von Gruppen und Gemeinschaften. Offenheit, Ehrlichkeit und das Zeigen von Verletzlichkeit sind entscheidend, um in einem unterstützenden Umfeld, das wir als „Mitfeld“ bezeichnen, alte Muster zu erkennen und zu verändern.
Persönliches Wachstum und gesellschaftlicher Wandel: Durch Feedback und das Spiegeln durch andere Menschen können wir oft bisher unbekannte Aspekte unserer Persönlichkeit entdecken. Dies bietet die Chance zum individuellen und gesellschaftlichen Wandel. Veränderungen im Persönlichen können transformative Auswirkungen auf die ganze Gesellschaft haben.
Beispiele für gemeinschaftliches Leben: Praktische Beispiele aus bestehenden Gemeinschaften, die mit innovative Ansätze zur Zukunftsfähigkeit und zum Zusammenleben experimentieren bzw. umgesetzt haben, können als Inspiration dienen. Diese Beispiele umfassen Projekte, die zusammen an einem Ort leben wie Ökodörfer und sozial-ökologisch ausgerichtete Wohnprojekte und auch Initiativen, wo Menschen sich zusammenschließen mit einer gemeinsamen Absicht wie z.B. solidarische Landwirtschaften oder lokale Gruppen mit ökologischen und/oder spirituellen Ausrichtungen.
Wer mehr zu dem Thema Gemeinschaft wissen und erleben möchte, ist herzlich eingeladen uns zu besuchen www.siebenlinden.org zu einer Mitarbeitswoche, zu Seminaren oder mal zu einem Sonntagscafé.